Deutschland-Cup 2011

4 Horster machen eine schöne Ausflugs-Schachfahrt nach Wernigerode

Norbert Timpe, Jürgen Göldenboog, Christian Rebber und Olaf Arndt erkundeten den Harz

Erlebnisbericht von Olaf Arndt

Am Dienstag, den 27.09.2011, gegen 11:15 Uhr, fuhren wir (Göldie am Steuer, Norbert, Christian Rebber und Olaf) endlich in unseren so lang ersehnten Kurzurlaub zum Deutschland-Cup nach Wernigerode. Wir hatten uns alle sehr darauf gefreut und wurden darin noch übertroffen. Göldie fuhr durch Dortmund über die A 44, aber nicht bis Kassel über die A 7, sondern bereits bei Diemelstadt über Bundesstraßen durch Beverungen, wo wir unseren ersten Halt machten und in ein nettes Cafe gingen. Anschließend weiter durch den Harz bis nach Wernigerode. Wir erreichten sodann nach etwa 5 Std. unsere Ferienwohnung und wurden von einer netten Familie empfangen. Die Wohnung hatte ein geräumiges Schlaf-/Wohn-, Schlafzimmer mit 2 Betten, eine Küche und ein geräumiges Bad. Auf dem Hausflur noch zusätzlich eine ganz kleine Gästetoilette.

Wir schauten uns dann noch unser Spiellokal, das HKK Hotel Wernigerode an, gingen gemütlich Essen und anschließend zurück zum Quartier. Göldie und Christian sowie Nobby und ich teilten uns die Zimmer. Dieses war gut gemeint, jedoch bei uns „Schnarchern“ konnten Christian und ich kaum, bis gar nicht, schlafen. Christian wich in der ersten Nacht in die Küche aus und ich machte um 5.30 Uhr, nachdem ich gar nicht geschlafen hatte, eine 75 minütige Nachtwanderung, kehrte zurück und konnte ab 7 Uhr bis ca. 9 Uhr etwas schlafen, da Nobs dann aufstand J

Ich entschied dann, mir eine eigene Ferienwohnung zu mieten und hatte, mit Hilfe unserer Vermieterin, das Glück eine kleine ganz in der Nähe preisgünstig zu finden, so dass wir morgens zusammen frühstücken und abends Zusammensein konnten.

Wir orientierten uns dann per pedes am 2. Tag in Wernigerode, da unsere erste Runde erst ab 18:00 Uhr begann. Göldie und ich gingen querfeldein zum Schloss Wernigerode, welches sehr beeindruckend ist. Den Rückweg lief Göldie herunter und ich fuhr mit der Bimmelbahn Richtung Zentrum. Gegen 17:15 Uhr kamen wir dann aus unterschiedlicher Richtung in unserem sehr geräumigen Spiellokal an. Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan, der stellvertretende Bürgermeister und Ingrid Schulz, die sich großartig um das Rahmenprogramm kümmerte (später mehr) hielten noch eine Rede. Währenddessen wurden die Gruppen so eingeteilt, dass keine ungeraden Gruppen spielten, und die 1. Runde ausgelost. Göldie, Christian und Olaf wurde in der DWZ-Gruppe 4 (1800 – 1899) zusammen mit der Gruppe 5 (1700 – 1799) untergebracht. Unglücklicherweise und auch unter leisem Protest mussten Christian und Olaf direkt gegeneinander antreten. Norbert trat in der Gruppe 6 (1600 – 1699) an. Das 8-köpfige Team um Dr. Dirk Jordan leitete das Turnier nahezu perfekt, wenn man von der Auslosung der 1. und der letzten Runde (später wieder mehr) absieht.

Die Einzelergebnisse, Endtabelle und weitere Statistiken nenne ich an dieser Stelle nicht, diese könnt ihr unter http://www.deutschlandcup.org/component/turnier/?view=turnier&layout=tabelle&tnid=2&tngid=2

und http://www.deutschlandcup.org/component/turnier/?view=turnier&layout=tabelle&tnid=2&tngid=3

 nachlesen.

Am 3.Tag besuchten wir ab 17:00 Uhr die moderne Hasseröder Brauerei, sehr informativ und interessant. Hier wurden wir abschließend gut mit Speis und ausreichend Bier verköstigt.

Unser 4.Tag war Turnierschach spielfrei, jedoch hatten wir auch hier ein strammes und wunder-schönes Programm.  Mit der Harzer Schmalspurbahn (HSB) fuhren wir mit etwa 50 interessierten ab 9 Uhr Richtung Brocken. Christian und ich standen die mehr als 1,5 stündige Fahrt draußen zwischen den einzelnen Waggons und „genossen“ den Braunkohlendampf der Lok. Wir sogen die unglaublich schöne Natur in uns auf, zumal wir in unserer kompletten Zeit unglaublich schönes und warmes Wetter hatten. Oben auf dem Brocken in einer Höhe von 1.142 m angekommen, hatten wir eine traumhafte Sicht, m.E. mehr als 150 km. Nach der Erbsensuppe aus der Gulaschkanone fuhren wir dann gegen 13:15 Uhr wieder Richtung Wernigerode zum Zentrum bzw. Quartier. Göldie lief als einziger einen Großteil der Strecke zu Fuß herunter. Christian und Olaf hatten bedenken, dass wir nicht rechtzeitig zum Blitzturnier ab 17:30 Uhr ankamen.  Mittlerweile hatte sich Schachfreund Horst Jost vom SC Budenheim mit uns angefreundet, ein sehr netter hessisch und mainzerisch babbelnder Kerl. Er sprach uns an, da er unseren Vereinsnamen „lustig“ fand und er ja auch ein „Horster“ sei. Beim relativ stark besetzten Blitzturnier wurde Olaf guter 4., Christian 6. und Göldie 10.

http://www.deutschlandcup.org/images/stories/2011/Endstand_Blitzturnier_Deutschland-Cup_2011.pdf

Am Samstag, den 01.10.2011 hatten wir dann die einzige Doppelrunde. Abends saßen wir dann noch (leider ohne Norbert) im Brauhaus.

Nach der 5.Runde fuhren wir dann mit dem Wagen von Horst zum Schachdorf Ströbeck. Wir trafen bereits 1,5 Std. vor dem eigentlichen Treffen ein und aßen und tranken gemütlich zusammen. Nach Ankunft der gesamten Gruppe wurden wir in 20 – 25 „Schächern“ eingeteilt. Die eine Gruppe machte eine Dorfführung mit und die andere besuchte das alte Schachmuseum, anschließend wechselten die Gruppen.

Die letzte Runde am Montag war dann wieder enttäuschend, dieses Mal für Göldie und mich, da wir gegeneinander gelost wurden. Wir versuchten zwar eindeutig zu intervenieren, jedoch ließen sich die Turnierleitung und der Hauptschiedsrichter Jürgen Kohlstädt nicht überreden. Im Gegenteil: wären wir nicht angetreten, hätte man uns beide „genullt“ und wir hätten keine Chance mehr auf einen der vorderen Plätze gehabt. Ich überredete dann Göldie der Fairness halber zu spielen, dieses taten wir dann auch. Am Ende waren wir dann doch tatsächlich die allerletzte Paarung, die noch am Brett saß, wir hätten die Turnierleitung noch ein wenig „ärgern“ und vielleicht noch 1 – 1,5 Stunden weiter spielen können, einigten uns dann aber nach 4:45 Std. und 68 Zügen auf das sehr knappe, aber wohl (habe noch nicht analysiert) gerechte Remis. Ein Sieg für einen von uns beiden hätte wohl für den 4. oder 5. Platz gereicht, schade !!

Die Siegerehrung fand dann ab 16:00 Uhr sehr stilvoll im Rathaus von Wernigerode statt. Nach Reden von Dr. Dirk Jordan, dem stellvertretenden Bürgermeister, Präsi des Schachbundes Sachsen-Anhalt sowie des neugewählten Breitensportreferenten (mittlerweile musste nicht nur ich dringend auf die Toilette) wurden die ersten Ehrungen vorgenommen. Auf der Fahrt zum Brocken mit der HSB organisierte die Turnierleitung ein Quiz in Form eines Fragebogens mit 20 Fragen um unser geliebtes Schachspiel. Mit 16 richtigen Antworten erhielten Göldie und Olaf mit Sf Frank Hermes (SV Wermels-kirchen 1932) eine Hexe als Geschenk. Ich liebäugelte dann zwar noch mit dem 5.Platz in der Gruppe-4, musste dann aber mit dem undankbaren 6. vorlieb nehmen. Na ja, 3 Preise an 3 verschiedenen Events wären dann ja wohl auch einer zuviel J

Dafür gewann in Norberts Gruppe 6 unser neuer Sf Horst das Turnier. Er war so aufgeregt und nervös bei der Siegerehrung, wie ein kleines Kind …

 

Alles in allem ein wunderschönes Turnier, eine tolle Gegend und ein superklasse Rahmenprogramm.

Norbert bekundete bereits jetzt nächstes Jahr vom 02.10.2012 bis 07.10.2012 wieder nach Wernigerode zu fahren. Ich kann mir gut vorstellen mit Göldie, Christian und mir und vielleicht Horst …. (und Euch ?)

Olaf Arndt